Google startet eine neue seiner zahlreichen Betas. Base ermöglicht es Nutzern, kostenlos im Web zu annoncieren. So lassen sich Suchergebnisse differenzieren. Das führt weg vom reinen Website-Content hin zur Web 2.0-Welt.
Inzwischen scheint es angebracht, für die Aktivitäten von Google eine eigene Suchmaschine auf den Markt zu bringen. Rund um das Kernprodukt der attraktivsten Suche im Internet entstehen fast nebenbei neue Services, die nicht immer mit Online-Datenbanken zu tun haben und das Spektrum der Möglichkeiten im Web erheblich erweitern. Neben Gmail und dem Zugriff auf Satellitenfotos bietet die Marke inzwischen Bildbearbeitung, eine Kooperation mit der NASA, Instant Messaging, Social Networking und Übersetzungsdienste. Das neue Beta im Stall ist [extern] Base, das ein Input-Interface darstellt, um eigene Services und Inhalte anzumelden.
Im einzelnen sind das Kurse, Events, Aktivitäten, Jobs, News, Personenprofile, Rezepte, Lexikoneinträge, Services, Fahrzeuge und gewünschte Werbeanzeigen. Ein ganzer Markt an Kleinannoncen funktioniert so, wenn weltweit Nutzer die einfach zu bedienenden Eingabemasken füllen. Zusätzlich können Bilder geladen werden. Weitere Attribute sind ebenfalls definierbar. So unauffällig die Idee auf den ersten Blick daher kommt, so brillant ist sie von Seiten Googles gedacht.
Waren bisher Nutzer mehr oder weniger stillschweigend damit einverstanden, dass die Crawler der Suchmaschine den eigenen Content in der Link-Datenbank aufnehmen und sogar in den Cache spiegeln, kann jetzt jeder kostenlos die Angebote in ein Netz stellen, das auf der Seite der Anwender sicher genauer gescannt wird als eine ungefähre Suchabfrage mit ein bis zwei Schlagworten. Der Nutzwert dieser Daten, wenn sie denn akkurat und ohne Missbrauch entstehen, liegt damit um einiges höher als der einer klassischen Webcontent-Suche. Denn sie ermöglichen weltweit den Zugang zu (Online)-Services.